Nachlese 2016
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"Een Schloss in England"
Die Laiendarsteller der Theatergruppe "De Plattdütschen" übertrafen sich auch in der diesjährigen Theatersaison im Andersen-Haus mit der Aufführung des plattdeutschen Lustspiels "Een Schloss in England" mal wieder selbst. Sie sorgten bei allen Terminen jeweils für ein "volles Haus" und eine Menge Heiterkeit beim Publikum. Mit der Erbschaft des Schlosses im Königreich kam jede Menge Verwirrung in das Leben der Familie
Holtnagel aus Nordfriesland. Kein Schloss ohne Schlossgespenst! Und das kam in den hoch herrschaftlichen Räumen gleich in mehrfach schauriger Ausführung und teilweise reichlich kopflos daher. Auf der Bühne überschlugen sich - vor allem nachts - die Ereignisse. Das Publikum ließ sich von der enormen Spielfreude der Gruppe mitreißen und spendete immer wieder begeisterten Szenenapplaus. Urkomisch einmal mehr Monika Jensen in der Rolle der Haushälterin Erna Maltbeer, und Hochachtung vor Andreas Ingwersen, der als kopfloses Schlossgespenst seine Texte in Anlehnung an William Shakespeare mit donnernder Stimme in englischer Sprache ins Publikum schleuderte. Hut ab vor allen Mitspielern der Theatergruppe. Sie sind zu einer Größe herangewachsen, die leicht überregionale Häuser füllen könnten. Wer sie noch nicht erlebt hat, der sollte das in der nächsten Theatersaison unbedingt nachholen. Er würde sonst etwas sehr Gutes versäumen. Für dieses Jahr ist der Vorhang nach 13 Aufführungen (seit September) zum letzten Mal gefallen. Leider!
                                                                              Bilderserie
copyright Ursula Konitzki


 
Bauern- und Herbstmarkt zog viele Besucher an.

Auch in diesem Jahr war der traditionelle Bauern- und Herbstmarkt im Andersen Haus an beiden Wochenendtagen ein voller Erfolg. Das spätsommerliche Wetter lockte wahre Besucherströme nach Klockries. Zwanzig Aussteller boten ihre Waren im und vor dem schönen Anwesen feil. Vom Apfel bis zur Herbstdeko reichte die bunte Angebotspalette. Die Landfrauen aus Risum-Lindholm sorgten mit Weinsuppe und Schinken für das leibliche Wohl der Gäste. Auch die leckeren Kuchen und Torten fanden reißenden Absatz zur Kaffeezeit. Wer es lieber deftig mochte, der ließ sich Zwiebelkuchen und Federweißer oder ein herzhaftes Matjesbrötchen schmecken.  
 
Text u. Bilder: copyright Ursula Konitzki
Bilderserie


Pianosession
Die beiden Konzerte waren im Grunde nicht so überaus gut besucht; man könnte eher sagen: Von einem kleinen Kreis enthusiastischer Blues und Boogie Woogie Fans. Das Wetter war zu gut. Aber die Stimmung war super, und da an beiden Tagen jeweils 3 Pausen gemacht wurden, ging es bis Mitternacht. Christoph Hampel überzeugte mit versierter und sympathischer Moderation. Und der Pianist aus Hamburg, Marcus Paquet, lieferte eine tolle Show ab mit seinen Jerry Lee Lewis Songs. Zu seinen historischen Boogie Woogie`s hatte er darüber hinaus auch entsprechende Hintergrundinformationen im Gepäck.
Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

Bilderserie Fotos von Matthias Fichtner


Die Gruppe "Godewind" ist nach wie vor ein Straßenfeger.
So auch in Risum-Lindholm bei ihrem Konzert im Andersen-Haus. Koordinator Volkert Petersen vermeldete "Volles Haus". Unter den Zuhörern weilte auch eine Gruppe aus Niebülls Partnerstadt Gien. 25 Franzosen und ihre Gastgeber ließen sich die plattdeutschen Liedermacher nicht entgehen und wurden nicht enttäuscht. Die Stimmung in der ehemaligen Scheune hätte besser nicht sein können. Nach dem Potpourri zu guter Letzt mit von der Gruppe witzig umgeschriebenen Texten waren sich alle einig: Godewind muss wiederkommen. Die Chancen stehen gut: Das sangesfreudige Quartett mit Shanger Ohl, Anja Bublitz, Heiko Reese und Sven Zimmermann war nicht zum ersten und garantiert nicht zum letzten Mal im Kulturhof der Nordfriesen.

  Bilderserie copyright Ursula Konitzki


Informationen zur aktuellen Ausstellung
Die Künstlerin Dzidra Eglite kommt aus Lettland und arbeitet seit fast vier Jahren in Nordfriesland. Neben ihrer in NF beruflichen Tätigkeit arbeitet Dzidra, wenn es die Zeit erlaubt, auch mit Leib und Seele künstlerisch. Sie studierte Kunst in Liepaja und in Riga. Dzidra verwendet folgende Techniken: Sie malt hauptsächlich auf Seidenstoffen, erweitert die Arbeiten oft durch aufgesetzte linienförmige Stickereien, was den Werken eine besonders faszinierende Optik und Wirkung verleiht. Als Motive wählt Dzidra gerne mit Birken bewaldete Landschaften mit Seen aus ihrer lettischen Heimat. Auch Häuser ihrer Heimatstadt Kuldiga zeigen ihre innige Verbindung zu Lettland. Aber auch die in Bildern festgehaltenen Motive aus Nordfriesland lassen erkennen, dass sie „mit viel Herz“, wie die Künstlerin selber sagt, geschaffen wurden. Zwei friesische Häuser in typischer Umgebung und zwei Landschaftsbilder ihrer Lieblingsinsel Amrum dokumentieren das eindrucksvoll.
(Einige Werke sind käuflich zu erwerben. Weitere Motive setzt Dzidra auf Wunsch um)

Der Abend mit "De Inspringer" ...
wird dem Publikum im Andersen-Haus noch lange in Erinnerung bleiben, wurden sie doch mit Liedern aus ihrer Heimat Nordfriesland bestens unterhalten. Die fünf Vollblutmusiker - allesamt bodenständige Nordfriesen - sind auch in Klockries keine Unbekannten, hatten sie doch vor drei Jahren bereits die ehemalige Scheune zum Kochen gebracht. "Ausverkauft" hieß es auch dieses Mal wieder. Keine Chance, am Abend noch Einlass zu finden, da mit 120 Zuhörern nichts mehr ging. Die, die da waren, hatten einen höchst vergnüglichen Abend. Peter, Jens, Hauke, Kurt und Schlagzeuger Thomas spielten und sangen von Anfang bis Ende mit voller Power. Nach der vierten Zugabe und dem Güllesong, der nie fehlen darf bei den Konzerten, war dann nach drei Stunden Schluss. "De Inspringer" sind bekannt durch ihr Musikvideo "De Gülletied" und Fernsehauftritten in der Schaubude, dem Büttenwarder Talent-Wettbewerb und in der NDR-Landpartie. Ihre Lieder in plattdeutscher Mundart sind allesamt selbst geschrieben und vertont. Moderator Jens Ingwersen versteht es bestens, das Publikum zwischen den Musikstücken mit Witz und Humor zu unterhalten. 
Text u. Bilder: copyright Ursula Konitzki
 

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"Alles für die Frau"
Der Nachmittag bis zum frühen Abend am 2. April 2016 stand im Andersen-Haus ganz im Zeichen der Frau. Das hieß aber nicht, dass sie ihre Männer zu Hause lassen mussten, obwohl "Alles für die Frau" sicher eher nicht ihr Interesse betraf. Sie ließen sich lieber von den Cocktails gefangen nehmen, die in bunter Mischung mit und ohne Alkohol angeboten wurden, oder hielten einen Plausch am "Schmökerhüs" bei Gegrilltem oder einem kühlen Hellen. Ob Strickdesign, Kosmetik, Mode und Handtaschen, Stoffkreationen, Holzdeko, Schmuck, Farb- und Typberatung oder die medizinische Fußpflege, die Besucherinnen schlenderten an den Auslagen entlang oder saßen entspannt in Grüppchen zusammen und hatten es so richtig gemütlich.  
Text u. Bilder: copyright Ursula Konitzki
 

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Freunde der Rock- und Popmusik sowie der Hits aus den 70-er bis 90-er Jahren kamen im Andersen-Haus einmal mehr voll auf ihre Kosten. In der ehemaligen Scheune des Kulturhofes wurde von den Jungs der Band "Refreshed" auf der Bühne aufgefrischt (refreshed) was das Zeug hielt. Das erwartungsgemäß zahlreiche Publikum ging begeistert mit. Alles wurde querbeet gespielt. Das Motto der Band: "Wir machen Musik um Spaß zu haben" wurde hart am Original und mit eigenen Kompositionen umgesetzt. Die "fünf verrückten Nordfriesen" verstanden es bestens, ihr Publikum zu entfesseln. Die Kernmannschaft hat sich vor 11 Jahren formiert und zwischenzeitlich auch mal Wechsel erfahren. Hannes Jensen (Gesang), Dirk Pansegrau (Schlagzeug und Gesang), Marvin Jensen (Lead Gitarre und Gesang), Hans-Jürgen Kühn (Rhythmus Gitarre) und Niels Mylin (Bass) erweckten bewährte Oldies zu neuem Leben und trafen damit den Nerv ihrer Anhänger. Ein unvergesslicher Abend, der sicher noch lange nachhallen wird.
Text: Ursula Konitzki
Bilder: ©
Bernd Pansegrau



Der Auftritt der Musikgruppe JOYRIDE war ein totaler Erfolg. Die Musiker hatten ein sagenhaftes Repertoire zum Mitsingen, Tanzen und feiern. Es gab viel Applaus und Zugaben ohne Ende. Das Andersen-Hüs war am Sonnabend komplett gefüllt.
Text u. Bilder ©Annett Dölle
 
        


Cathrine Jauer und ihre Band.

Nichts ging mehr im Andersen-Haus am Freitagabend, den 19. Februar 2016. Cathrine Jauer und ihre Band erwiesen sich als wahre Publikumsmagneten. Im ehemaligen Stall herrschte eine drangvolle Enge. Sitzgelegenheiten gab es bereits lange vor Beginn nicht mehr. Die Konzertbesucher standen dicht an dicht. Es war kuschelig und sehr warm, und der Ansturm nahm kein Ende. Cathrine Jauer begeisterte mit ihrer wunderbaren Stimme. Begleitet wurde sie von Andy M. am Bass und Berger am Schlagzeug. Das Trio harmonierte wie kaum ein anderes und spielte sich von Anfang an in die Herzen seiner Zuhörer. Die drei Vollblutmusiker hatten Spaß an ihrer Interpretation so unterschiedlicher Musikstile wie beispielsweise dem Blues, Swing, Soul und Jazz. Und der übertrug sich auf die Zuhörer, die den Rhythmus der Musikstücke mit ganzer Körpersprache versuchten auszuleben, was nicht ganz einfach war in der Menschenansammlung.
 

Bilderserie copyright Ursula Konitzki


Jahreshauptversammlung 2016

Mit 120 Mitgliedern vermeldete der Ostermooringer Friesenverein "Volles Andersen Hüs" bei der diesjährigen Hauptversammlung. Auf die Mitglieder des Ostermooringer Friesenvereins ist Verlass: Zur Jahreshauptversammlung sind sie zur Stelle. Freie Stühle gab es keine mehr. Bevor es zur Sache ging und alles aufgelistet wurde, was sich im vergangenen Jahr abgespielt hat in der Kulturstätte der Nordfriesen, wurde erst einmal gespeist, und zwar nach alter Tradition Grünkohl. Gut gestärkt wurden dann die Tagesordnungspunkte zügig abgehandelt. Der gesamte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Vorsitzender Hauke Friedrichsen dankte allen, die durch ihren Einsatz zum Erhalt des historischen Andersen Hauses - diesem Schmuckstück in der Region - beigetragen haben, allen voran den Helfern und Sponsoren wie der Nospa, der Gemeinde und Sponsoren aus dem Ort. Am traditionellen Helferfest nahmen 100 dem Andersen Haus wohl gesonnene Helfer teil. Interessant ist die Statistik aus 2015: Insgesamt besuchten rund 8000 Menschen aus Nah und Fern das Haus im vergangenen Jahr. Zwölf Hochzeiten sowie 27 Geburtstage und Empfänge wurden registriert. Studenten aus Flensburg und Kiel mit Professor Thomas Steensen und Wendy Vanselow weilten wieder in Klockries. Beim Grenzlandtreffen konnten die Minderheitenbeauftragte Renate Schnack aus Braderup und weitere hohe Persönlichkeiten im Andersen Haus begrüßt werden. Die Theatergruppen "Frasch Klüüs" und "De Plattdütschen" sind sehr beliebt und bei ihren Auftritten stets ausverkauft. Jeden 2. Mittwoch im Monat wird geknüffelt. Freitags üben die "Latje Loosche". "Frasch Scheew" trifft sich ein Mal im Monat mit Julius Dohrn. Investiert wurde in 2015 in neue Fußböden und in die Isolierung der Wände in der Remise und im Getränkeraum. Es wurden neue Regale und ein Rolltor angeschafft. In die Isolierung muss der Verein weitere Gelder stecken. Ferner konnte der Verein eine Musikanlage für kleinere Musikveranstaltungen anschaffen, sodass jetzt auch die jüngere Generation mit eingebunden ist in die Reihe der Events. Auch das Programm für dieses Jahr sieht einmal mehr sehr vielversprechend aus. Unter anderem werden Kinder und Jugendliche musizieren. Für Anfang April ist wieder eine Modenschau vorgesehen. Anfang Mai ist die Gruppe "Godewind" zu Gast im Andersen Haus.
 


 


 

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