Das Projekt
25 iir "Andersen-Hüs"  
Sönke Namanny
    

Auszug und Übersetzung aus dem Mååringer Krädjer Nr. 29

 Es ist kaum zu glauben, das Andersen-Hüs in Klockries wird 25 Jahre alt. Das heißt, es wurde vom 4.6. bis 6.6. 1993 eingeweiht.
Nun, ja, das Haus steht seit 1723 dort. Ein Bauernhof, der im Laufe der Zeit vergrößert wurde. Schließlich einer der letzten seiner Art, in die 5 gebaut, wie man es bezeichnet. Er war jedoch zuletzt in keinem guten Zustand und es regnete an vielen Stellen hinein. Es ging also auch darum ihn zu erhalten.
Nun ist es sich heute schwer vorzustellen, wie viel Arbeit erforderlich war, bis er ein Prachtstück unserer Gemeinde wurde. Vor allem auch nicht, welches Risiko der Ostermooringer Friesenverein  und sein Vorstand eingegangen sind um das zu erreichen. Es waren seinerzeit durchaus Stimmen zu hören, die der Meinung waren, das könne nicht gut gehen und ein teure „Tasse Tee“ für das Dorf werden.
Wir haben uns aber nicht gescheut.
Im Februar 1993 fand die letzte Vorstandssitzung des Frasche Feriin for e Ååstermååre in einer Gaststätte des Dorfes statt. Das Andersen-Hüs stand kurz vor seiner Fertigstellung.
In mehr als zwei Jahren hatten unsere Mitglieder für 70 000 € Eigenleistungen erbracht. Dabei ist noch nicht berechnet, was der Bauausschuss, der Vorstand, der Verein und vor allem unser erster Vorsitzender Thomas Heinsen erbracht haben. Insgesamt waren mehr als 1.1 Millionen DM für den Kauf und die Baumaßnahmen geflossen.
Fortan ging es um die Zukunft und die finanziellen Mittel, um das Andersen-Hüs als Kulturzentrum zu halten. Aber auch darüber waren vom Beginn an Gedanken vorhanden und es wurden Sponsoren gefunden, die den Wert des Hauses für unsere Region, das Dorf , den Verein und die Sprache erkannten. Für die ersten fünf Jahre waren 87 000 € zugesagt. So konnten wir mit unserer eigentlichen Arbeit beginnen, alles ins Laufen bringen und zusammen mit unseren Gruppen und Aktivitäten heraus finden, was wir selbst einnehmen konnten. Das Haus sollte ja, so wie wir es vom Beginn an geplant hatten, kein reines Museum werden und nicht nur Dorfarchiv. Es sollte mit Leben gefüllt werden und ein Haus für unsere Mitglieder, Freunde, die vereinseigenen Gruppen, Sprache und Kultur im Dorf und darüber hinaus sein.
1995 gab es dann noch den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege, als Auszeichnung für die gelungene Arbeit der Handwerker und des Architekten Jan Leseberg.
Und es kam kein Zweifel auf, die Menschen im Dorf waren bereit mitzumachen.

Heute, 25 Jahre später, dürfen wir wohl mit etwas Stolz zurückblicken auf  diese 25 Jahre Andersen-Hüs. Das alles war allerdings nur mit der Hilfe vieler Bürger, Gönner, Sponsoren und Freunde möglich und viele fleißige, ehrenamtliche Tätigkeiten. Das Haus hat eine große Bedeutung bekommen und ist ein Zuhause geworden für die Menschen unseres Dorfes und weit darüber hinaus. So kann es weiter gehen und das in mehreren Sprachen.

 Sönke Namanny
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