Mitgliederversammlung des Frasche Feriin for e Ååstermååre

Jahreshauptversammlung der Friesen im Andersen-Hüs

Die Vielfalt macht den Kulturmagneten zur Attraktion
Volles Haus, gute Laune nach dem deftigen Grünkohl: Der erste Vorsitzende der Ostermooringer Friesen, Hauke Friedrichsen, begrüßte im Andersen-Haus zahlreiche Vereins Mitglieder und Ehrengäste. Der Abend stand im Zeichen der friesischen Sprache, so dass Bürgermeister Hans Bruhn da nicht nachstehen wollte. Er bekam viel Beifall für seine Frasch-Ausführungen, so dass Hauke Friedrichsen rief “So ein Bürgermeister!” Im Mittelpunkt der folgenden Vorsitzenden-Rede stand der Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr. So treffen sich im Andersen-Haus die Aktiven der Friesischen Kultur wie die Shu-Shaan-Jugendlichen, die Theatergruppe Frasch Klüüs sowie der Klöntreff Frasch Schew. Die rege Teilnahme macht allen Beteiligten viel Freude. Dies spiegelt sich auch in den gut besuchten Aufführungen wieder. Starke Resonanz gab es auch bei der “Konkurrenz”:Die Theateraufführungen der plattdeutschen Bühne sind immer ausverkauft. Das Andersen-Haus ist in der Region nach wie vor der Treff für alle, die Verbundenheit zum Dorf Risum-Lindholm groß: Im Verlauf des Jahres feierten im Saal nicht nur die Ringreiter ihr Jubiläum. Es gab goldene Hochzeiten, einen indischen Abend und den Besuch der Westfriesen aus Holland. Hauke Friedrichsen berichtete begeistert über das Helferfest mit 120 Teilnehmern. “So viele engagierte Menschen auf einem Haufen!” Die Nachfrage ist auch durch Auswärtige groß. Spannende Musikveranstaltungen und Theater locken Interessierte an. Manche lassen sich auch durch das Gebäude führen, andere kommen zu Kaffee und Kuchen sonntags vorbei. Die Vielfalt macht den Kulturmagneten zur Attraktion. So blieb die Zahl der Besucher über das Jahr konstant: Rund 8000 Gäste kamen in das wunderbar restaurierte Reetdachhaus, das nach wie vor großen Charme ausstrahlt. Der Charme wird aber auch von den Aktiven gelebt, so dass sich jeder Gast wie Zuhause fühlt, ganz so, als gehöre er insgeheim dazu. Diese herzerfrischende Nähe und der starke Humor zeigte sich auch bei der Rede. So nahm sich Hauke Friedrichsen unter viel Gelächter selbst ironisch auf die Schippe, als er seinen Bauch mühselig an das Rednerpult schob. Da man ihm zuvor den Fußtritt verschoben hatte, klappte das nicht so ganz. Sich selbst nicht so wichtig nehmen, andere loben und den Laden am laufen halten, das kann der “kleine Hauke” hervorragend. Der Vorsitzende wies abschließend darauf hin, dass sich jeder auf einer Steinplatte verewigen könne. Der friesische “Walk of fame” ist gut sichtbar im Stallteil aufgebaut. Mit der Übergabe der “Andersen-Haus-Preises” an Maren und Volkert Petersen endete die Jahreshauptversammlung mit einem “Foole Tunk” an alle Beteiligten.

Artikel und Foto Arndt Prenzel

 

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